Folgen

Erderwärmung

Es gibt viele Berechnungen, wie stark die Temperatur in Folge des Klimawandels steigen wird. Im vergangenen Jahrhundert ist die durchschnittliche Lufttemperatur um 0,8 Grad Celsius gestiegen. Elf der zwölf wärmsten Jahre waren von Beginn der Messungen Mitte des 19. Jahrhunderts zwischen 1995 und 2006.

Ich bin 1995 geboren – das bedeutet also, dass ich in elf Jahren meines Lebens keine „normale“ Temperatur erlebt habe, das heißt, ich wusste elf Jahre lang nicht, wie die normale Temperatur sich anfühlt.

Die Durchschnittstemperatur ist in Deutschland um etwa ein Grad Celsius gestiegen.

Polarkappen schmelzen. Die Polarkappen haben in den tausenden von Jahren CO2 in Form von Methanblasen eingefangen. Wenn die Polarkappen schmelzen, gelangt mehr CO2 in die Atmosphäre als wir bislang verbraucht haben. Dann wäre „der Kampf um den Klimawandel“ verloren. Wenn die Polarkappen schmelzen, gibt es weniger Eisfläche, die die Sonnenstrahlen reflektiert. Dadurch gelangen die Sonnenstrahlen direkt ins Wasser, das Wasser erwärmt sich noch stärker, was wiederum dazu führt, dass noch mehr Eis und Gletscher schmelzen. Je weniger Eis da ist umso wärmer wird Wasser und umso höher steigt der Wasserspiegel.

Grönland schmilzt. Wenn das Grönlandeis schmilzt dann steigt der Meeresspiegel um sieben Meter an. Weite Teile von Regionen, die höchstens sieben Meter über dem Meeresspiegel liegen (z. B. Bangladesch, Indien, Norddeutschland, Niederlande, Florida, Louisiana) könnten dauerhaft überschwemmt werden.

Die Meeresströme verändern sich auch.

Seit dem Film „The Day after Tomorrow“ wissen mehr Menschen etwas über die Meeresströme. In naher Zukunft ist so eine plötzliche Erhöhung des Meeresspiegels sehr unwahrscheinlich, es kann aber in der Mitte dieses Jahrhunderts eine ernsthafte Gefahr werden.

Der Golfstrom funktioniert folgendermaßen:

Es werden große Mengen an warmem Ozeanwasser in Richtung Norden bis zum Polarmeer transportiert. Da das Wasser auf der langen Reise teilweise verdunstet, steigt der Salzgehalt dieses Wassers: Es wird schwerer. Die größere Schwere (man nennt das auch „Dichte“) bewirkt, dass riesige Mengen an Wasser am Ende des Nordatlantikstroms in tiefere Schichten absinken. Das abgesunkene Wasser fließt dann in der Tiefe zurück nach Süden bis zum Antarktischen Zirkumpolarstrom. Durch das Absinken der großen Wassermassen (15 Millionen Kubikmeter pro Sekunde) entsteht ein Sog ähnlich wie bei einem Badewannenabfluss: Es wird warmes Wasser aus dem Süden regelrecht angesaugt und der Kreislauf beginnt von Neuem. Gäbe es diesen Wasseraustausch nicht. wäre es bei uns deutlich kälter.

Die Klimaerwärmung bewirkt, dass das Grönlandeis weiter schmilzt. Also wird das Meerwasser mit Süßwasser verdünnt. Der Salzgehalt sinkt, das Wasser wird leichte und kann nicht mehr absinken. Am Ende würde der Strom abbrechen.

Die Folgen dieser Veränderung scheinen noch nicht klar zu sein. Denn wenn die Temperatur durch das Abreißen des Stroms sinkt, würde sie gleichzeitig bei uns durch die Klimaerwärmung steigen. Es könnte also sein, dass sich beides aufhebt. Allerdings hätte das Versschwinden des Stroms große Auswirkungen auf den gesamten Kreislauf der Meeressströme rund um den Globus. Die Folgen sind noch nicht abzusehen.

Wetter

Es gab viele Wetterextreme in den vergangenen Jahren: Überschwemmungen durch Starkregen, Hitzewellen die viele Menschenleben forderten und Stürme. Die meisten dieser Katastrophen kann man nicht sicher auf den Klimawandel zurückführen. Aber die Wissenschaftler sehen auf jeden Fall einen Zusammenhang. Genauso wie es einen sicheren Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs gibt, obwohl man nicht beweisen kann, dass Rauchen Lungenkrebs verursacht.

Ökosystem Erde und politische Folgen

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Wenn die Temperatur weltweit ansteigt, bedeutet das nicht nur, dass es einfach nur Wärmer wird oder der Meeresspiegel ansteigt. Wir müssen damit rechnen, dass sich unser Lebensraum verändert. Vielleicht wird es keine Eisbären oder Polarfüchse mehr geben, vielleicht werden bei uns eines Tages Palmen statt Buchen wachsen, vielleicht gibt es exotische Vögel und Blumen in unseren Gärten. Das mag sich vielleicht schön anhören, aber wir sind auf die Felder angewiesen auf denen Getreide wächst oder Kühe weiden.

Wenn die Wüsten wachsen, gibt es für die Menschen weniger zu essen. Wenn Länder überschwemmt werden, haben die Menschen weniger Platz zur Verfügung. Das heißt, dass die Armen immer ärmer werden und immer mehr Menschen in die wenigen Länder gehen wollen, in denen es noch genügend Platz und Nahrungsmittel gibt. Die Folge wäre, dass die „reichen“ Länder sehr viele andere Menschen aufnehmen müssten, für die wiederum genügend zu essen beschafft werden müsste. Das alles würde wahnsinnig viel Geld kosten. Ich finde, alle Regierungen der Welt sollten sich überlegen, dass es bestimmt billiger ist, jetzt die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, um den Klimawandel zu bekämpfen.

Schon gewusst?

IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) heißt auf Deutsch "Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen". IPCC ist 1988 von der World Meteorological Organization (WMO) und durch das Umweltprogramm der Vereinigten Nationen (UNEP) gegründet worden. Die Aufgabe des IPCC ist es, das Wissen über den Klimawandel zusammenzufassen. Viele tausend Wissenschaftler arbeiten weltweit daran ohne bezahlt zu werden. Die Veröffentlichungen des IPCC sind frei im Internet zugänglich und werden von den Regierungen als Grundlage für ihre Entscheidungen hinzugezogen. (www.IPCC.ch)